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Amazonien: Die Seele der Indios

Es ist eine Reise wie in einen Traum, voller Poesie, die uns tief in den Regenwald führt: Zu den Matapi, den Tikuna und Muinane – aus dem Leben ihrer Ahnen gerissen oder von der Stadt eingeholt - und zu den Weißen in Leticia, der Hauptstadt des Departements Amazonas. (Mehr lesen...)

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Mutter Erde

Die Erde ist die Mutter aller Dinge und bringt Leben hervor. Eine Mutter ist wie die Erde, sie nährt die Menschen, die sie in die Welt setzt. Die Frau rodet, sät, erntet und fischt. Sie gibt der Erde den Samen und die Setzlinge, aus denen Pfefferschoten und Maniok wachsen. Doch tief im Urwald an den [...]

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Koka-Worte

Die Frau ist Yuca, der Mann ist Tabak oder Koka. Die Zauberpflanzen geben ihm Zugang zur Überlieferung und zum Wissen. Doch als der weiße Mann in den Urwald gekommen ist, hat er die Heiligtümer entweiht und den Kreislauf des Wissens gestört. Die Natur kommt aus ihrem alten Rhythmus, und die Matapi sind darüber beunruhigt.

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Zu den Ursprüngen

Seit Anbeginn der Zeit ist der Mensch Natur, die Bäume sind Lebewesen und die Tiere Persönlichkeiten. Eine Reise in die Kosmogonie der Indios, zu den Matapi tief im Urwald und den Tikuna in der Nähe von Leticia.

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Initiation

Die Welt wird von einer Generation an die nächste vererbt. Der Mensch ist ein Teil der Natur, und die Natur ein Teil des Menschen. Die „abuelos“ – also die Großeltern oder die Alten – sorgen für die Überlieferung des Wissens. Das Recht, zu sterben und zur Erde zurückzukehren, ermöglicht die Geburt neuer Generationen in einer [...]

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Bedrohte Welt

Jeder Mensch trägt in sich etwas vom Stein, vom Baum, vom Tabak, vom Yuca, von der Flora und der Fauna. Wer diese Elemente tötet, tötet sich selbst.

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Geteiltes Wissen

An der Universität von Leticia studieren die Indios das Wissen der Weißen und steuern ihr eigenes, empirisches Wissen bei, ihre grenzenlose Kenntnis des Waldes und des Stroms. Selbst die Professoren studieren die Weltsicht der indigenen Völker und lassen sich „indianisieren“. Doch auch im Urwald wollen manche Hilfsorganisationen den Indianern Lektionen in … Umweltschutz erteilen!

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Neue Folge

Weg der Zwietracht

Die Indios im kolumbianischen Amazonasgebiet haben heute gewisse Rechte, wie das Recht auf die Verwaltung ihrer Stammesgebiete, auf die Organisation der Erziehung ihrer Kinder, die Wahl ihres Gesundheitssystems… Doch wenn sie diese Rechte ins Anspruch nehmen, dann betreten sie häufig das Terrain der Weißen mit deren Regeln und Widersprüchen.

Miguel, ein weißer Maler, der zum Indianer geworden ist

Fermer

Miguel, ein weißer Maler, der zum Indianer geworden istMiguel ist fünf Monate lang mit seiner Lebensgefährtin den Río Putumayo herunter gerudert, hat seine Epilepsie mit Hilfe von Taitas (Schamanen aus der Provinz Putumayo) geheilt und sich dann am Amazonas niedergelassen, wo er bei den Ost-Tukanos (tukanos orientales), den Siona, den Secoia, den Sikuani und den Makuna gelebt hat. Auch mit den Mataguaje und den Carijona war er in Kontakt.

Miguel malt „Kosmogonien“ über indianische Entstehungsmythen und Urhelden. Und die Indios finden in den Bildern dieses „weißen Indianers“ ihre Welt wieder.

Miguel lebt mitten im Urwald, viele Tagesreisen im Einbaum oder zu Fuß von Leticia entfernt, in einem offenen Haus ohne Mauern. Er ernährt sich von Jagd und Fischfang. Und er malt, wann immer er Zeit hat!

Die Gemälde von Miguel

Interviews

Miguel der Maler wurde IndianerMiguel der Maler wurde Indianer
Der weiße Maler Miguel lebt schon lange bei den Indios. Er stellt ihre Lebensweise, ihre Weltsicht und Kosmogenie in seinen Bildern dar. Er kann sich immer noch dafür begeistern, dass ein Indio, egal, woher er stammt, die mythischen Figuren auf seinen Bildern sofort erkennt.

Ich kann nie mehr weiß werdenIch kann nie mehr weiß werden
Miguel lebt so viele Jahre mit den Indios zusammen, dass er sich nicht mehr vorstellen kann, zu den Weißen zurückzukehren

Der Traum der MakunaDer Traum der Makuna
Das Leben auf der Erde ist der Traum des Schöpfers.

Die Schamanen und die KlimaveränderungDie Schamanen und die Klimaveränderung
Der Klimawandel ist im Amazonasgebiet deutlich spürbar, auch wenn sich der Regenwald sehr schnell wieder erholt…

Die Menschen und die AnderenDie Menschen und die Anderen
Miguel schildert, welche Auffassung vom Anderen die meisten Indios haben.

am 14 November 2011

    Kommentare 2

  1. Gerardo sagt:

    Muchas gracias por este reportaje, aunque la palabra indio o indígena me parece totalmente colonialista.Los habitantes del amazonas no se llaman a sí mismos “indios”. Ellos son Sicuanis, Tukanos, etc. A pesar d ello, un excelente informe con mucha sensibilidad y respeto ante el conocimiento y sabiduría de los pueblos originarios. También es interesante saber el dudoso rol que juega la Fundación Gaia en esta historia. Queda claro que se quedan con buena parte de los millone de pesos que reciben de las organizaciones internacionales.Es cosa de ver la infraestructura que poseen.

  2. Gerardo sagt:

    Danke für diesen Bietrag. Obwohl ich das Wort Indios und Indianer für absolut kolonialist halte. Die Einwohner des Amazons nennen sich selbst nicht Indios. Sie sind entweder Sicuanis,Tukanos oder Sikuanis, etc. Trotzdem ein hervorrangender Bericht voller Respekt und Sensibilität den Wissen und der Weissheit der Urvölker gegenüber. Es ist genauso interessant, den dubiöse Rolle der Gaia- Stiftung zu erfahren. Sie behalten bestimmt viel von diesen Millionen an Geld.

    Es ist absolut interessant zu erfahren wie die

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Fotos

Die Gemälde von Miguel

Das Glossar

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Makuna
Schließen Die Indios, die im Departamento del Vaupés am Unterlauf des Río Piraparana leben, im Tal der Flüsse Komeña oder Comeyaca und am Rand des Río Apaporis